Wir fordern die sofortige Schliessung und Sanie- rung der Jagdschiess- anlage Au in Embrach!

Aus dem Untersuchungsbericht:

  • 250’000 kg Blei und 600 kg Antimon/Arsen liegen in der Jagdschiessanlage (Seite 44)
  • Bis zu 30 cm dick liegen Wurfscheibenfragmente und Schrotbecher im Wald und Ried (Seite 68)
  • Fruchtfolgeflächen auf der Töss-Gegenseite sind mit Blei belastet (Seite 69)
  • Grundwasser ist massiv mit hochgiftigem Antimon und Blei belastet (Seite 69)
  • Trinkwasser des Kynologischen Vereins ist verunreinigt (Seite 71)

 

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Der Gemeinderat Dättlikon ersucht den Kanton den Schiessbetrieb sofort einzustellen

 

„Im Jahr 2009 forderte der Gemeinderat im Rahmen des rechtlichen Gehörs zum Entwurf der Verfügung betreffend die altlastenrechtliche Klassierung und der Forderung nach einem Sanierungsprojekt über die Jagdschiessanlage Au in Embrach die sofortige Einstellung des Schiessbetriebes mit anschliessender Sanierung. An dieser Haltung hat sich bis heute nichts geändert.

Im Rahmen der Anhörung nach § 7 PBG erhielt der Gemeinderat Kenntnis von der Planung einer neuen Jagdschiessanlage in Bülach. Der Exekutive ist bekannt, dass für diesen Standort von verschiedener Seite ein reger Widerstand besteht. Auch auf jener Anlage soll sich der Schiessbetrieb nicht auf die jagdliche Schiessausbildung beschränken, sondern den Sportschützen (insbesondere für die Wurfscheibendisziplinen) den Zugang ebenfalls ermöglichen.

Dieser Umstand befriedigt den Gemeinderat keinesfalls, besteht doch die Gefahr, dass der Kanton Zürich für die dannzumal sanierte Jagdschiessanlage Au in Embrach eine neue Schiessbewilligung erteilt und auf den Standort Bülach verzichtet.

Die Auenlandschaft an der Töss ist ein bundesrechtlich geschütztes Gebiet, über welches eine Schutzverordnung besteht. Für den Gemeinderat wäre es sehr unverständlich, wenn der Schiessbetrieb auf der Jagdschiessanlage Au nach der Sanierung trotzdem weitergeführt würde. Die Exekutive stellt dabei die Einhaltung der umweltrechtlichen Anforderungen in Frage.

Aufgrund des flächendeckend hoch belasteten Erdreichs und der laufend dazu kommenden Belastungen ersucht Sie der Gemeinderat, den Schiessbetrieb sofort einzustellen und danach die Sanierung der Anlage vorzunehmen. Da es sich bei der Töss-Aue um eine bundesrechtlich geschützte Auenlandschaft handelt, welche im Naherholungsgebiet der Stadt Winterthur liegt, ist von einer Wiederaufnahme des Schiessbetriebes unbedingt abzusehen.“

GEMEINDERAT DÄTTLIKON

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Wurfscheiben-Spiel

Tontaubenschiessen schadet der Natur

Tontaubenschiessen mag eine olympische Disziplin sein, in erster Linie aber ist es eine Riesensauerei. Wer es nicht glaubt, besuche die Jagdschiessanlage in Embrach. Dort wird an 200 Tagen im Jahr auf Tontauben geschossen. Der Abfall dieser Wurfscheiben liegt 30 Zentimeter dick im Waldboden verstreut, und die Bleiablagerung wird bereits auf 250 Tonnen geschätzt. Was ist denn daran olympisch, bitte?

Hans Meili, Dättlikon